Die Wertsteigerungsfaktoren unter der Lupe: 4. Eigenkapitalrendite statt Steuertricks
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Das Ziel jeder Firma ist, mit der geringst möglichen Investition den höchst möglichen Ertrag zu erzielen. Aus diesem Verhältnis leitet sich auch ein Teil des Firmenwertes ab. Wie kommt man aber effizient zu diesem Punkt?
Viele Unternehmer sind stolz darauf, nicht einen Franken Schulden zu haben. Doch damit schöpfen sie ihr Leistungspotenzial nicht aus. Um ein gutes Unternehmen aufzubauen, sollte man das Gesicht nicht vor Fremdkapital wegdrehen. Denn Fremdkapital verstärkt die Eigenkapitalrendite erheblich. Die Eigenkapitalrendite wiederum ist ein massgeblicher Faktor beim Firmenverkauf und bei der Bewertung des Firmenwerts. Denn der grosse Vorteil von Fremdkapital ist, dass mit verhältnismässig geringen Zinsen, sprich Kosten, die Eigenkapitalrendite exponentiell angehoben werden kann. Mit Fremdkapital kauft man sich Zeit in der Zukunft. Man muss nicht abwarten um etwas auf die Beine zu stellen bis das nötige Geld verdient ist. Wenn die eigenen Ressourcen noch nicht reichen, um den nächsten Schritt zu machen, müsste man theoretisch eine Zeit lang sparen und kann erst bei genug Erspartem weitergehen. Doch mit einer schnellen Geldbeschaffung durch Kredite kann man diesen Schritt sofort in Angriff nehmen. Viele sehen den Unterschied zwischen Vorsparen und Nachsparen nicht, ausser dem des Zeitpunkts und des Risikos des Verschuldens. Doch man muss weiter ins Detail schauen. Wenn das Fremdkapital sinnvoll investiert wird, wie zum Beispiel in den Kauf von Maschinen, welche einen zusätzlichen Ertrag bringen, steigert das den Firmenwert erheblich.
Mit einer Fremdfinanzierung gelangt man schneller ans Ziel als mit Eigenmitteln. Es ist aber zu unterstreichen, dass dieser Kredit sinnvoll investiert werden muss.